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Aktuelles

27. September 2012

Stellungnahme zur Partnerschaft Rheinland-Pfalz/Ruanda

Ruanda ist den den letzten Tagen und Wochen in die politischen Schlagzeilen geraten aufgrund der erneut eskalierenden Gewalt im Ostkongo, die Hunderttausende von Menschen zur Flucht in angrenzende Länder veranlasste. Aufgrund eines UN-Berichts wird Ruanda direkt militärische Hilfe der neuen Rebellengruppe M23 im Ostkongo, in der Region um Goma und dem kongolesischen Virunganationalpark vorgeworfen. Daraufhin hat nun erstmals die amerikanische Regierung den ruandischen Präsidenten öffentlich kritisiert und einen finanziellen Beitrag einbehalten. England und nun auch Deutschland haben ihre finanziellen Einzahlungen in das ruandische Budget vorerst, bis zur Klärung der Situation, auf Eis gelegt. Davon ausgenommen ist eindeutig die technische Zusammenarbeit (GIZ).

Die Situation im Osten der demokratischen Republik Kongo ist seit dem Bürgerkrieg und vor allem dem Völkermord in Ruanda 1994 außer Kontrolle. Bemühungen von verschiedenen Seiten, das Gebiet wieder zu befrieden, schlugen bisher fehl. Auch die Entsendung einer Blauhelmmission hat so gut wie nichts bewirkt. Die Situation vor Ort ist sehr kompliziert und verwirrend. Tatsache ist, dass mehrere Länder aus den unterschiedlichsten Interessen in dieser Region aktiv sind, darunter auch Ruanda. Es führt zu weit, hier im Einzelnen die Geschichte der Entwicklung im Ostkongo aufzuzeichnen. Wir wollen hier auf das Buch von Domenic Johnson aus dem Jahre 2009 verweisen "Kongo" - erschienen bei Brandes & Apsel - das recht präzise die Situation und die jüngste Geschichte wiedergibt.

Unsere Partnerschaft mit Ruanda gilt den Menschen - wir pflegen eine Graswurzelpartnerschaft von Mensch zu Mensch, von Kommune zu Kommune, von Verein zu Verein. Für uns gilt die Hilfe und Unterstützung der Menschen vor Ort, ihre Entwicklung zu fördern. Natürlich arbeiten wir nicht in einem politisch neutralen Raum, wir nehmen die Vorwürfe gegen die ruandische Regierung sehr ernst, wir lehnen jedoch ab, die Menschen dafür in Haftung zu nehmen. Ein Ziel unserer Partnerschaft ist es, die innergesellschaftlichen Kräfte zu stärken hin zu einer mehr pluralistischen Gesellschaft, die in der Lage ist, von innen heraus Reformen im Land voranzutreiben.

Wir stellen uns der aktuellen Diskussion und wir möchten Sie bitten, offen damit umzugehen. Wir bitten Sie auch, in Ihrem Engagement für die Menschen in Ruanda weiterhin nicht nachzulassen. Gerade jetzt sind wir gefordert, den menschen nicht aus dem Blick zu lassen und entstandene Freundschaften und Bindungen für ein Gespräch zu nutzen.

 

Quelle: Verein Partnerschaft Rheinland-Pfalz-Ruanda e.V.

Füreinander da Sein
Jumelage Rwanda

Termine

Mittwoch | 12.06.2019 | 17:00 | Abendverkauf Ruhango Markt

Am Mittwoch, den 12. Juni findet im Ruhango-Markt im Justus 4 in

Landau von 17.00 bis 20.00 Uhr ein Abendverkauf für Berufstätige statt.

Wir werden diesen Abendverkauf auch in Zukunft jedes Vierteljahr im

letzten Monat am zweiten Mittwoch wiederholen.

Sonntag| 16.06.2019 | 17:00 Uhr

Ökominischer Gottesdienst